Wegweiser für Haustierbesitzer

Brachycephalie

Die Bezeichnung Brachycephalie steht grundsätzlich für eine sogenannte „Rundköpfigkeit“ bei bestimmten Hunde- und Katzenrassen. Die Brachycephalie kann bei den Tieren erhebliche gesundheitliche Probleme hervorrufen, wovon in den meisten Fällen die oben Atemwege der Tiere betroffen sind.Beispielsweise kann die Brachycephalie eine Verengung der Nasenlöcher und Nasensegel verursachen und zudem auch für Veränderungen am Kehlkopf der Tiere verantwortlich sein. Wenn hierdurch der Unterdruck beim Einatmen zu groß wird, können auch in einigen Fällen die Rachenmandeln in den Innenraum der Atemwege gezogen werden, was mitunter bei vielen Tieren zu Atembeschwerden und Ohnmachstanfällen aufgrund von Sauerstoffmangel, sowie zu sehr lauten, röchelnden Atemgeräuschen führen kann. Des Weiteren kann die Brachycephalie auch stark hervorquellende Augen verursachen, wobei es nicht selten zu Verletzungen an den Hornhäuten kommt.
Von der Brachycephalie sind in der Regel nur bestimmte Hunde- und Katzenrassen betroffen, wie beispielsweise bei den Katzen die Perserkatze und weitere exotische Rassekatzen. Bei Hunden kommt die Brachycephalie vor allem beim Mops, bei der Englischen und Französischen Bulldogge, beim Boxer, dem Malteser und weiteren sehr kleinen Hunderassen, wie zum Beispiel dem Rehpinscher, vor.

Da es sich bei der Brachycephalie um eine durch die Zucht vorkommende Erkrankung handelt, existiert gegen diese Degeneration kein Heilmittel. Jedoch wird die Weiterzucht von Rassen, bei welchen die Brachycephalie in einer verstärkten Form auftritt, hierzulande vom Gesetzgeber verboten.

Schreibe einen Kommentar