Wegweiser für Haustierbesitzer

Entwurmung

Als Entwurmung, im Volksmund auch Wurmkur genannte, bezeichnet man die Gabe eines Anti-Wurmmittels (Anthelminthikum) bei Haustieren.
In erster Linie sind Hunde, Katzen und auch Pferde von einem Wurmbefall betroffen und daher sollte bei diesen Tierarten in regelmäßigen Abständen eine Entwurmung veranlasst werden.
Eine Entwurmung wird entweder prophylaktisch oder nach einer positiven Diagnose durchgeführt. Bei einer Wurmdiagnose wird eine Kotprobe des entsprechenden Tieres nach Würmern und Wurmeiern untersucht. Grundsätzliche wird eine Entwurmung bei sehr jungen Hunden und Katzen direkt nach der Geburt durchgeführt. Bei erwachsenen Tieren sollte die Entwurmung ungefähr vier mal im Jahr veranlasst werden.
In den meisten Fällen werden bei einer Entwurmung so genannte Kombipräparate, welche gegen Bandwürmer und Nematoden wirksam sind, verabreicht.
Bei Nematoden handelt es sich um so genannte Fadenwürmer, welche sich im Darm des Tieres ansiedeln und sich von den Fäkalien des Wirtstieres ernähren. Diese Würmer sind in der Regel sehr klein und können teilweise mit blosem Auge nicht erkannt werden. Lediglich der so genannte Pferdespulwurm, welcher ebenfalls zur Familie der Nematoden gehört, kann mehrere Meter lang werden.
Die zweite parasitäre Wurmart bei Haustieren stellt der Bandwurm dar. Der Bandwurm gehört zur Familie der Plattwürmer und derzeit sind über 3500 Arten bekannt. Der Bandwurm siedelt sich ebenfalls im Darm des Wirtstieres an, wo er die zum Leben benötigten Nährstoffe über die äußersten Schichten seiner Haut aufnimmt.
Die Wirkungsweise einer Entwurmung beruht auf dem Abtöten der Parasiten, welche anschließend bei der Darmentleerung mit ausgeschieden werden.

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