Flügelstutzen

Als Flügelstutzen bezeichnet man einen Vorgang, bei welchem die Schwungfedern eines Vogels eingekürzt werden, damit dieser nicht mehr fliegen kann. Grundsätzlich sollte das Flügelstutzen sehr kritisch betrachtet und nur durchgeführt werden, wenn es sich absolut nicht vermeiden lässt.  Meiner Meinung nach stellt das Flügelstutzen ein schwerwiegender Eingriff in die Natur des entsprechenden Vogels dar und ist daher nur in Extremfällen, wie bei einer direkten Gefährdung des Tieres, welche beispielsweise bei der Freilandhaltung von Vögeln durch das Überfliegen eines Zaunes, hinter welchem sich eine stark frequentierte Straße befindet, besteht. Doch auch hierbei sollte der Vogelhalter alle erdenklichen Maßnahmen in Erwägung ziehen und das Stutzen der Flügel nur als letzte Möglichkeit in Betracht ziehen.

Leider werden heutzutage die Flügel sehr vieler Papageienarten gestutzt, um diese Tiere am Wegfliegen zu hindern. Dies erachte ich grundsätzlich als überflüssig, da Papageien hierzulande  eh die meisten Zeit in der Wohnung gehalten werden.

Wird das Flügelstutzen von dem Vogelhalter nicht ordnungsgemäß durchgeführt, kann dies sehr schnell zur Tierquälerei werden, da die meisten Vögel an den unteren Teilen der Schwungfedern sowohl Nerven, als auch Blutgefäße besitzen und es bei einer nicht sachgemäßen Stutzung zu Schmerzen und Blutungen an den Federkielen kommen kann. Des Weiteren bieten abgeschnittene Federkiele zahlreichen Erregern eine sehr gute Möglichkeit, in den Körper der Tiere einzudringen und ernsthaft Infektionen auslösen.

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