Wegweiser für Haustierbesitzer

FORL

Die Abkürzung FORL steht für Feline odontoklastische resorptive Läsionen. Hierbei handelt es sich um eine sehr häufig auftretende und äußerst schmerzhafte Erkrankung der Zähne bei Katzen, welche bei 25-30 Prozent aller Hauskatzen vorkommt. Bei der FORL werden den Zähnen der betroffenen Katze Kalk durch körpereigene Zellen, den  so genannten Odontoklasten, entzogen. Von dieser Zahnerkrankung sind vor allem die Zahnhälse der Katze betroffen.
Die Ursachen für die FORL sind bis heute nicht einwandfrei geklärt, jedoch sehen viele Tierärzte eine Stöhrung des Calciumgleichgewichts als Ursache für diese Krankheit an. Das Calciumgleichgewicht kann mitunter durch eine sehr einseitige Ernährung entstehen. Des weiteren können auch hormonelle Umstellungen, beispielsweise durch eine Kastration, das Calciumgleichgewicht stören und die FORL auslösen.

Da bei der FORL hauptsächlich das Dentin der Zähne angegriffen wird und die Nerven der Zähne zumeist unberührt und somit aktiv bleiben, gestaltet sich die FORL für das betroffene Tier als äußerst Schmerzhaft. Zumeist wird die FORL mit dem Entfernen der erkrankten Zähne behandelt, was jedoch unter Fachleuten und Tierärzten immer wieder Diskusionen auslösen, da sich mitunter auch weniger radikale Methoden für die Behandlung von FORL finden. Beispielsweise können die betroffenen Zähne der Katze mit Fluorlack behandelt werden. Bei einem fortgeschrittenen Stadium besteht auch die Möglichkeit, die betroffenen Zähne aufzubohren und eine Zahnfüllung mit Spezialzement anzubringen. Daher sollte laut dieser Tierärzte, die Entfernung der betroffenen Zähne als letzte Lösung angesehen werden.

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