Wegweiser für Haustierbesitzer

Kaltblutpferd

Als Kaltblutpferde werden die Tiere bestimmter Pferderassen bezeichnet, welche, vorallem in der Vergangenheit, aufgrund ihres gemäßigten Temperamentes und ihres Körperbaus nicht als Reittiere infrage kamen, sondern vorzugsweise als Zug- oder Lasttiere eingesetzt wurden. Der Überbegriff Kaltblutpferde bezieht sich nicht, wie der Name fälschlicherweise vermuten lässt, auf die Körpertemperatur der betreffenden Pferderassen, da alle Pferde zu den Säugetiere gehören und demnach Warmblüter sind. Vielmehr bezieht sich die Bezeichnung Kaltblutpferde, beziehungsweise Kaltblüter, auf das gemäßigte Temperament der jeweiligen Tiere, welche sie für den Einsatz als Reittiere nur bedingt prädestiniert.
Sehr schöne Beispiele für Pferderassen, welche unter dem Begriff Kaltblutpferde geführt werden, stellen die beiden Rassen Shire Horse und Belgier dar, welche in der Vergangenheit sehr oft als Zugpferde eingesetzt wurden. Kaltblutpferde hatten vor allem in der Landwirtschaft einen sehr wichtigen Stellenwert, da sie beispielsweise für den Ackerbau und den Transport der Ernteerträge eingesetzt wurden. Heutzutage ist die Population der Kaltblutpferde stark gesunken. Jedoch werden auch in der heutigen Zeit noch Pferde in der Forstwirtschaft als Zugtiere eingesetzt, wenn ein dichter Bewuchs des Waldes den Einsatz von großen Zugmaschinen für den Abtransport der gefällten Bäume nicht erlaubt. Zudem haben sich die Kaltblutpferde einen relativ hohen Stellenwert als Familienpferde erhalten.

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