Katzenschnupfen

Bei einem Katzenschnupfen handelt es sich um eine infektiöse Erkrankung bzw. einen Symptomkomplex der oberen Atemwege einer Katze. Die Infektionskrankheit kann hierbei verschiedene Ursachen haben, wobei eine bakterielle oder virale Infektion bei einem Katzenschnupfen grundsätzlich gegeben ist.

Als Erreger können verschiedenen Virenstämme, wie Herpesviren oder Caliciviren, aber auch Bakterien wie beispielsweise Chlamydien, Bordetellen und Mykoplasmen fungieren. Auch kommt es häufig vor, dass für einen Katzeschnupfen mehr als einer der genannten Erreger an der Infektion beteiligt ist, da sich die verschiedenen Erreger begünstigen und somit eine parallele Infektion nicht selten ist. Daher wird vom Tierarzt bei einem positiven Befund zumeist prophylaktisch Antibiotika verabreicht, um einer bakteriellen Parallelinfektion entgegen zu wirken.
Die Symptome eines Katzenschnupfens reichen von entzündeten Augen über starken Sekretfluss aus Nase und Augen des Tieres bis hin zu Bindehautentzündung und der Bildung von Geschwüren auf der Zunge. Typische Erstsymptome eines Katzenschnupfens sind , je nach Erreger, ständiges Niesen, Appetitlosigkeit, Atembeschwerden und abnorme Atemgeräusche, Bindehautentzündung und Augen- bzw. Nasenausfluss.
Da für einen Katzenschnupfen verschiedene Erreger infrage kommen ist eine genaue Diagnose sehr schwierig. In der Regel wird im Labor eine Erregerzüchtung aus dem Sekret der Nase durchgeführt.
Als Medikation kommen, je nach festgestelltem Erreger, verschiedene Antibiotika und antivirale Mittel infrage.
Als Prophylaxe kann eine Schutzimpfung durchgeführt werden, wobei das Tier in der Regel schon in der achten Woche eine Impfung erhällt, welche zumeist vier Wochen später noch einmal wiederholt wird.
Ich möchte hierbei noch erwähnen, dass der Einsatz von Antibiotika sowohl bei Tieren, als auch beim Menschen die Darmflora nachhaltig schädigen kann. Hieraus können wiederum verschiedene Erkrankungen entstehen, wie beispielsweise parasitäre Erkrankungen des Darmes oder Immunschwächen.
Nur zu oft wird chemisches Antibiotika in der heutigen Zeit zu leichtfertig verabreicht, und dies, obwohl es zahlreiche natürliche, antibiotisch wirkende Mittel gibt.

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