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Katzenseuche

Bei der Katzenseuche,  oder medizinisch Panleukopenie genannt, handelt es sich um eine virusbedingte Erkrankung bei Katzen, welche in vielen Fällen tödlich endet.

Die Katzenseuche wird auch in Fachkreisen als Katzenpest, Katzenstaupe, infektiöse Enteritis der Katze, Agranulomatose oder Aleukozytose bezeichnet.
Für die Katzenseuche ist ein Virus der Gattung Parvovirus verantwortlich, welches sich gegen die handelsüblichen und geläufigen Desinfektionsmittel als äußerst resistent herausstellt. Das Virus kann zudem bei Raumtemperatur über ein Jahr überleben und infektiös bleiben! Der Erreger kommt weiltweit auf allen Kontinenten vor und zu einem Krankheitsausbrucht kommt es vorallem bei infizierten Jungtieren sämtlicher Katzenarten. Zudem kann es auch bei verschiedenen Kleinbärarten zu einem Ausbruch der Krankheit kommen.
Bei einer Infektion mit dem Virus dringt dieses durch den Kontakt mit verseuchtem Material, wie Kot, Urin oder Nasensekret, in die Mund- und Nasenschleimhäute des Tieres ein und befällt vorzugsweise die Zellen des Darms, des Knochenmarks und des Lympfsystems, welche aufgrund ihrer Beschaffenheit eine rasche Teilung des Viruses ermöglichen.
Die Inkubationszeit der Katzenseuche beträgt in der Regel 2 – 10 Tage, je nachdem wie immunstark das jeweilige Tier ist.
Die Symptome der Katzenseuche können sehr unterschiedlich ausfallen und bei manchen Tieren können sie sogar ganz ausbleiben. Sehr oft zeigt sich die Erkrankung jedoch durch blutige Durchfälle, Mattigkeit, Fressunlust, Dehydration (Austrocknung), Fieber, Nasenfluss, Bindehautentzündung und Erbrechen.
Für die Behandlung eines mit der Katzenseuche infizierten Tieres muss in erster Linie der Austrocknung und Unterernährung mithilfe von Infusionen entgegen gewirkt werden. Der Virus selbst kann mit Serum-Antikörpern bekämpft werden, wobei eine zusätzliche Gabe von Antibiotika anzuraten ist, um einer eventuellen, zusätzlichen bakteriellen Infektion des immungeschwächten Tieres entgegen zu wirken.

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