Mauser

Die Mauser stellt für alle Vögel ein bis zwei mal pro Jahr ein sehr großer Stressfaktor dar. Der Vogel verliert wärend der Mauser sein altes Federkleid und ersetzt die abgeworfenen Federn mit neuen.

Daher ist die Mauser für den Vogel mit einem sehr großen Kraftaufwand verbunden. Der Vogel benötigt in der Zeit der Mauser, vorallem für die Bildung der neuen Federn sehr viele Vitamine und Arminosäuren. Ein Vogel, der sich in der Mauser befindet weist nicht selten ein leicht geschwächtes und apathisches Verhalten auf, was auf den hohen Kraftaufwand für die Federbildung zurückzuführen ist.
Grundsätzlich wird die Mauser hormonell gesteuert, ist jedoch auch abhängig von der Außentemperatur, Tageslänge und dem Nahrungsangebot, was vorallem bei freilebenden Vögeln relevant ist.
Bei der Mauser gilt es zwischen der Vollmauser und der Teilmauser zu unterscheiden. Bei der Vollmauser wird das gesammte Gefieder des Vogels ersetzt und bei einer Teilmauser wird in der Regel nur das Kleingefieder abgeworfen und durch neue Federn ersetzt.
Einige Papageienarten mausern sich das ganze Jahr über. Man spricht hierbei von einer Permanentmauser. Weitere Mauserformen sind die Postnuptialmauser und die Pränuptialmauser dar. Bei der Postnuptialmauser ersetzen ausgewachsene Vögel unmittelbar nach der Brutzeit ihr komplettes Federkleid und von einer Pränuptialmauser spricht man, wenn der Vogel seine Federn vor der Brutzeit vollständig erneuert. Hiervon sind beispielsweise zahlreiche europäische Singögel betroffen.

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