Wegweiser für Haustierbesitzer

Milben

Milben werden generell innerhalb der Familie der Spinnentieren dem Stamm der Gliederfüßler zugeordnet, wobei die Tiere mit über 50.000 Arten die artenreiste Gruppierung der Spinnentiere darstellen. Milben können bei Haustieren zahlreiche unterschiedliche Erkrankungen auslösen, wie beispielsweise die Grabmilbe, welche Gänge in die Haut ihres Wirts bohrt und somit bei Haus- und Wildtieren die sogenannte Räude auslösen. Bei der Räude handelt es sich um eine Infektion der Haut, welche als hochansteckend bezeichnet wird. Die Räude ist in Österreich meldepflichtig und wird in der Schweiz unter den Seuchen verzeichnet. Die Behandlung der Räude erfolgt in der Regel mit lokalen Waschungen der befallenen Hautzonen und der medikamentösen Behandlung mit verschiedenen Tierarzneimitteln.
Eine weitere sehr weit verbreitet Erkrankung bei Haustieren, welche durch Milben ausgelöst wird, ist der Befall mit Haarbalgmilben. Wie der Name der Parasiten schon besagt, nistet sich diese Milbeart in den Haarbälgen der Wirtstiere ein und können hierdurch verschiedenen Erkrankungen hervorrufen. Vor allem Hunde werden sehr Häufig von Haarbalgmilben befallen und können hierbei eine gefährliche Schwächung des Immunsystems der Wirtstiere auslosen.
Auch Vögel werden mitunter sehr häufig von Milben befallen. Diese sogenannten Federmilben nisten sich im Gefieder des Vogels ein und können bei jedem zweiten wildlebenden Vogel nachgewiesen werden. Doch ob diese Milben weitere Krankheiten auslösen, ist bis heute umstritten. Bei befallenen Vögeln ist äußerlich lediglich ein verstärkter Putztrieb erkennbar.
Manche Milbenarten gelten zudem als äußerst ernst zu nehmende Krankheitsüberträger für zahlreiche Infektionskrankheiten. Hierbei übertragen die Milben durch Bisse die entsprechenden Krankheitserreger auf den Wirt, wie dies beispielsweise bei Zecken, die eine Unterart der Milben darstellen, gegeben ist.

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