Papageienkrankheit

Die Papageienkrankheit stellt eine ernst zu nehmende Infektionskrankheit bei Vögeln dar, mit welcher sich sogar der Halter der Vögel anstecken kann. Daher spricht man bei der Papageienkrankheit von einer sogenannten Zoonose.  Aufgrund der sehr hohen Ansteckungsgefahr ist zumeist ein gesamter Vogelbestand binnen kürzester Zeit mit der Papageienkrankheit angesteckt, sobald ein Tier die Symptome dieser Krankheit aufzeigt. Ferner ist diese Krankheit grundsätzlich meldepflichtig, da sie in der EU zu den Seuchen gezählt wird.

Die Erreger der Papageienkrankheit werden Chlamydia psittaci genannt und in erster Linie erfolgt die Ansteckung mit dieser Krankheit über mit den Erregern verseuchten Staub und über den Kot bereits infizierter Tiere bzw. über den Sand des Vogelkäfigs.  Die Inkubationszeit dieser gefährlichen Krankheit kann bis zu 100 Tage betragen, wodurch die Ermittlung der Ansteckungsquelle ungemein erschwert wird.

Die Symptome der Papageienkrankheit sind sehr breit gefächert und daher ist es für einen Laien leider so gut wie nicht ersichtlich, ob sich ein Tier mit dieser Seuche angesteckt hat. Beispielsweise kann sich die Papageienkrankheit in Form einer Atemwegserkrankung oder auch durch einen plötzlichen Tot der kranken Tiere äußern. Nicht selten geht die Papageienkrankheit jedoch mit Bindehautentzündungen, Durchfall, Atembeschwerden und teilweise auch mit Störungen des zentralen Nervensystems einher. Beim Menschen gleichen die Symptome der Papageienkrankheit häufig denen einer Grippe.

Wird die Papageienkrankheit rechtzeitig erkannt, kann diese sehr gut mit Antibiotika behandelt werden.

 

 

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