Pilzerkrankungen

Pilzerkrankungen können sowohl beim Menschen, als auch bei den verschiedensten Haustierarten vorkommen. Oft sind Pilzerkrankungen, wie beispielsweise im Darm der Tiere, auf eine hochdosierten Gabe von Antibiotika zurückzuführen. Hierbei stellt der Darmpilz Candida albicans den am weitesten verbreiteten dar. Der Hefepilz Candida albicans ist grundsätzlich sowohl beim Menschen, als auch bei Tieren, ein wichtiger Bestandteil der natürlichen Darmflora. Wird das überaus empfindliche System der Darmflora, beispielsweise durch die Gabe von Antibiotika, gestöhrt, kann der Hefepilz ungehindert wuchern, wobei man von einer Überwucherung der Hefe spricht.

Grundsätzlich muss dem Haustier bei einem positiven Befund, welcher  mithilfe einer Stuhluntersuchung ermittelt wird, eine ganz speziellen Diät verordnet werden. Hierbei spielt der Zucker eine sehr große Rolle! Vor allem der Hefepilz Candida ernährt sich vorzugsweise von Zucker, welchen er aus dem Nahrungsbrei im Darm bezieht. Daher muss bei einer derartigen Pilzinfektion unbedingt darauf geachtet werden, dem Tier keinerlei Futter anzubieten, in dem Zucker enthalten ist. Das Selbe bezieht sich auf Weizenmehl und andere Weismehlsorten, da diese im Darm des Tieres zu Zucker umgewandelt werden. Hierbei sind Vollkornmehle wie beispielsweise Dinkelvollkorn zu empfehlen.

Doch der alleinige Verzicht auf Zucker und Weißmehl besiegt die Pilze im Darm des Tieres nicht. Zusätzlich muss dem erkrankten Tier auch ein fungizides (pilztötendes) Mittel verabreicht werden. Hierbei finden sich zahlreiche natürliche und auch chemische Präparate.

Pilzinfektionen können bei nahezu allen Haustieren vorkommen. Hierbei sind beispielsweise Katzen und Hunde ebenso betroffen, wie auch Vögel und Nager. Vorallem bei Vögeln muss bei einer Pilzinfektion genau auf die Inhaltsstoffe der Futtermischungen geachtet werden, da diese nicht selten Zucker enthalten.

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