Urhund

Als Urhund bezeichnen die Forscher und Wissenschaftler eine hypothetische Hunderasse, von welcher die Vielzahl an heutigen Hunderassen abstammt.

Grundsätzlich entstand die erste Hunderasse aus einer domestizierten Form des Wolfes vor vielen Tausend Jahren. Als Urhund wird hierbei die erste Hunderasse bezeichnet, welche sich genetisch klar vom Wolf unterscheidet. Jedoch kann in der heutigen Zeit leider nicht mehr einwandfrei nachgewiesen werden, welche Hunderasse als Urhund bezeichnet werden kann. Aufgrund von fossilen Funden wird die Domestizierung des Hundes auf einen Zeitpunkt vor ungefähr 10.000 bis 13.000 Jahren in der Vergangenheit geschätzt.

Des Weiteren besteht die Theorie, dass der Urhund eine Hunderasse war, welche neben dem Wolf in freier Wildbahn lebte.
Eine weitere frühe Theorie besagte, dass auch der Goldschakal eine sehr wichtige Rolle in der Domestizierung des Hundes gespielt hat und somit ebenfalls als Vorläufer des Urhundes bezeichnet werden kann. Jedoch wurde diese Theorie, welche von dem Biologe Konrad Lorenz aufgestellt wurde, durch DNA Tests an Fossilien wiederlegt.

Im Jahre 1901 veröffentlichte der Kynologe Theophil Studer einen Forschungsbereicht, in welchem er fünf hypothetische Urhunderassen aufführte. Hierbei führte Studer einen dingoähnlichen Wildhund als Ausgangrasse auf, aus welchem die erste Urhundrasse, der Canis poutinantini gezüchtet wurde. Aus diesem Urhund wurden laut Studer später weitere Urhunderasse gezüchtet, wie der Canis leineri, der Canis intermedius und der Canis matris-optimae.

Des Weiteren erwähnte Studer in seinem Bericht eine weitere Rasse, welche auf die Kreuzung zwischen dem erwähnten Urhunden und dem Wolf entstand. Als fünfte Urhunderasse führte Studer, wie auch Konrad Lorenz, eine Rasse auf, welche auf den Schakal zurückzuführen sei. Jedoch wurde auch diese Theorie mitlerweile mithilfe von DNA-Tests wiederlegt.

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