Zeckenimpfung bei Hunden

Grundsätzlich kann  ein Hund nicht gegen den Befall von Zecken, sondern lediglich gegen die von den Blutsaugern übertragenen Krankheit Lyme-Borreliose geimpft werden. Trotzdem spricht man hierbei nicht selten von einer Zeckenimpfung. Für den Menschen existiert in Europa bisher leider kein Impfstoff gegen die Lyme-Borrelliose, jedoch findet sich hierzulande für Hunde ein Präparat für die Zeckenimpfung. Eine Zeckenimpfung sollte grundsätzlich rechtzeitig vor der Zecken-Saison erfolgen und in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Die Wirksamkeit der Impfung gegen die Bakterienstämme, welche die Lyme-Borreliose bei Hunden auslösen, ist derzeit noch sehr umstritten und zudem existiert für die ebenfalls von den Zecken sehr häufig übertragene Krankheit FSME für Hunden bisher kein Impfstoff.

Widltiere, die sehr häufig von Zecken befallen werden, weisen in der Regel eine ausreichende Immunität gegen die Erreger der Lyme-Borreliose, den Borrelien, auf. Doch leider ist diese genetisch bedingte Immunität bei Haustieren, wie Hunden, zumeist aufgrund der Domestizierung und jahrelangen Zucht nicht mehr vorhanden.

Eine Zeckenimpfung bietet sich vor allem in den Gebieten an, wo sehr viele Zecken vorkommen und somit auch sehr häufig Infektionen mit den Borreliose-Erregern auftreten. Jedoch sollte sich der Hundebesitzer vor der Impfung von einem kompetenten Tierarzt beraten lassen, ob dieser eine Zeckenimpfung als notwendig erachtet. In vielen Fällen kann auch mithilfe von so genannten Zeckenmitteln, wie Zeckenhalsbändern oder Duftstoffen einem Zeckenbefall sehr gut vorgebeugt werden, was eine Zeckenimpfung sehr häufig überflüssig macht.

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